Vertrauensstelle zur
Gewaltprävention


Was ist der Hintergrund?

Der Verband für anthroposophische Heilpädagogik, Sozialtherapie und soziale Arbeit e.V., dem die Johannes-Schule angehört, hat, auf Grund von Vorkommnissen gewalttätiger Art in Behinderteneinrichtungen in der Schweiz, die Fachstelle Gewaltprävention Nord ins Leben gerufen.
Letztere hat es sich zur Aufgabe gemacht, in allen heilpädagogischen Einrichtungen Norddeutschlands „Vertrauensstellen“ zu schaffen, um eventueller körperlicher, psychischer  und sexueller Gewalt professionell entgegenzutreten. Dazu gibt es ein vom Verband verfasstes Konzept, das zur Einsicht im Schulbüro zur Verfügung steht.
Die Johannes-Schule arbeitet mit dem Solveigs Hof, dem Lichtblick e.V. und dem Sonnenhof e.V. zusammen.

Was sind die Aufgaben der Vertrauensstelle?

Die Vertrauensstelle zur Gewaltprävention ersetzt nicht ein Gremium zur Klärung oder Vermittlung bei Konflikten wie z.B. einen Vertrauenskreis o.ä. .

Aufgaben der Vertrauensstelle sind die Prävention und Intervention  von und bei Gewaltvorfällen in der Schule; dazu gehört u.a  die fachliche Beratung und qualifizierte Hilfe bei Androhung oder Vorkommnissen von körperlicher, psychischer oder sexueller Gewalt.
Die Vertrauensstelle bietet allen Eltern, Schülern und Mitarbeitern der Schule eine Anlaufstelle, die koordiniert, weiterleitet und unterstützt.
Die Vertrauenspersonen bilden sich für ihre Aufgaben regelmäßig fort.

Gewalt liegt vor, wenn ein Mensch unbeabsichtigt oder gezielt  körperlich oder seelisch verletzt wird:

  • Bei Grenzverletzungen (z.B. Beleidigen, Anschreien, Schubsen u.a.)
  • Wenn es zu Übergriffen kommt (z.B. Erpressen, Mobbing u.a.)
  • Bei Straftaten (z. B. Körperverletzung, Diebstahl, Überfall, sexuelle Gewalt u.a.)

Jeder, der Gewalt im Schulzusammenhang beobachtet oder erlebt, ist aufgefordert, nicht zu schweigen oder wegzuschauen, sondern sich an die Vertrauensstelle zu wenden; entweder persönlich oder schriftlich über einen entsprechenden Briefkasten. 
Jede ernst zu nehmende Meldung wird aufgenommen und bearbeitet.
Die Vertrauenspersonen sind zur Diskretion verpflichtet.
Anonyme Meldungen werden nicht entgegengenommen.

Wie geht es nach einer Meldung weiter?

Die Vertrauensstelle

  • dokumentiert die Meldung;
  • führt Gespräche mit allen am Vorfall Beteiligten;
  • arbeitet zusammen mit der Schulführung, den Eltern / Betreuer/innen, Therapeut/innen, der Opferhilfe, den Beratungsstellen, den Jugendämtern, der Polizei etc.;
  • gibt Antworten gegenüber anderen externen Stellen, die von Vorfällen in der Johannes-Schule erfahren und einen Ansprechpartner suchen.

 Ziele der Arbeit der Vertrauensstelle

  • einen achtsamen, wachen Umgang vor allem auch mit alltäglichen Grenzverletzungen und Übergriffen zu entwickeln;
  • miteinander in ein offenes Gespräch über die Erfahrung oder Beobachtung von Gewalt zu kommen;
  • Schutz für die Opfer von Gewalt zu gewährleisten;
  • Nach einem Vorfall Wege zur Klärung und Veränderung der Situation zu suchen, die die Gewalt ausgelöst hat;
  • möglichst schon im Vorfeld Gewalt zu vermeiden.

Wer ist die Vertrauensstelle?

Die Schulführungskonferenz hat beschlossen, Annette Schürmeyer und Tina Ritter mit dieser Aufgabe zu betrauen.

Sprechstunde:
jederzeit nach Bedarf vereinbar

Telefonisch während der Schulzeiten (8:15 – 12:45) über

Frau Normann    05468 1224

 

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